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Aus Spaß wurde Ernst – Tauchen vom Feinsten im Norden von Bali

Spaßeshalber hatte ich Elke die Internet-Seite vom Dive & Spa-Resort „Siddhartha“ in Tulamben gezeigt (s. u. am Ende) und gefragt ob sie mal mit mir dahin reisen würde. Spaßeshalber meinte sie: „Ja, aber nur wenn du mit mir die Villa mit privatem Garten und Pool buchst!“ Da Elkes Freundin dann mit wollte und somit die Villa-Kosten durch drei teilbar waren wurde dann aus Spaß Ernst und wir machten diese Reise, ich zum Tauchen, die Damen zum „Wellnessen“!

Mein erster Tauchgang dort am Hausriff war auf den ersten Blick allerdings enttäuschend, viel schwarze Lava und wenig Korallen! Nur da mein Guide mir dann gleich Zwerg-Seepferdchen und Speerer, d. h.  Fangschreck-Krebse, zeigte, lies die etwas langweilige Unterwasser-Landschaft vergessen. Allerdings waren die dann folgenden Tauchgänge vom Boot aus alle „top“.  Insbesondere beim Wrack der „Liberty“ war immer was zu sehen das außergewöhnlich war. So gab es dort fast immer Geisterfetzenfische, Nacktschnecken und Schildkröten zu sehen.

An der Küste entlang machten wir meist Drift-Tauchgänge, dabei ging es nun auch an schönen Korallengärten vorbei, die  nur gelegentlich von den schwarzen Laven-Strömen-Ablagerungen unterbrochen waren. Jeder Taucher musste eine Boje mit führen um auch sicher am Ende des jeweils einstündigen Tauchganges „aufgesammelt“ zu werden.  Es war erstaunlich wie weit die einzelnen Buddy-Teams sich manchmal von einander entfernten. Aber in dem ruhigen Gewässer war dank der Bojen jedes Team schnell gefunden.

An Highlights bei den Tauchgängen waren neben den oben  schon erwähnten Tieren noch sehr viel interessante Fische und Krebse zu sehen und zu knipsen; z. B. Schauckel-Fische und Tanzgarnelen. Dort lernte ich daher auch halbwegs gute Makro-Fotos (s. u.)  zu machen.

 

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An den dortigen Tauchplätzen gab es fast immer Gespenster-Muränen und Netz-Muränen zu sehen. Eine kleine Sensation war, dass wir bei einem Tauchgang eine freie schwimmende Gespenster-Muräne beobachten konnten, das kannten selbst die Guides dort noch nicht! Dafür konnten wir trotz des großen Fischreichtums nur einmal einen Weißspitzenhai sehen. Allerdings war es immer etwas seltsam, dass wenn es keine Korallen gab, wegen der Lava der Grund meist schwarz war!

 

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Während ich tauchte genossen die Damen das Resort und waren immer rundum glücklich, inkl. bei den Touren die wir dort gemeinsam machten. Ich war mit den Tauchgründen sehr zufrieden, auch wenn ich zum Ende der Tauchstunde immer fror; ein Shorty ist bei 28 Grad Wassertemperatur für mich eben doch zu wenig Kälteschutz.  -  Anstrengend war auch die An- und Abreise von jeweils insgesamt 24 Stunden von Haus zu Haus. Das ist das Einzige das mich etwas von einer Wiederholung abhält, ansonsten kann ich das Tauchen im Norden von Bali nur empfehlen!

Zur Info siehe auch à www.wernerlau.com/d/bali/tauchen-siddhartha-resort.html

J. Müller