Vom Igluzelt ins 4 Sterne Hotel  

Es war einmal ein Tauchclub, der machte von Zeit zu Zeit einen Tauchausflug mit Kind und Kegel. Losgezogen wurde mit Fahrzeugen der Kombiklasse, Zelten und Wohnwagen. Gewohnt wurde auf dem Campingplatz, teilweise im Igluzelt. Man saß abends am Grill und schwärmte von Hecht und Karpfen. Heute, Jaaaahreee später sind die Kinder aus dem Haus, das Zelt fristet dem nächsten Sperrmüll entgegen, jettet man mit Condor über die Weltmeere und nimmt abends den Cocktail an der Bar und erzählt von schwangeren Stechrochen und fetten Bärenkrebsen. Sind wir etwas abgehoben. Nein, aber die Zeiten haben sich geändert und wir sicher auch. Hier mein Bericht von unserem letzten Streich.  

Es ist tiefe Nacht. Um uns herum ist es dunkel, alles schläft. Wir stehen mitten in einem Neubaugebiet in Ingelheim und warten. Sind ein wenig aufgeregt, überspielen das mit lockeren Sprüchen. Während wir nach Alternativen suchen was wir wohl machen sollen wenn ER nicht kommt, wird in der Nähe ein sonores Brummen hörbar, das so gar nicht in diese Gegend passt, und schon gar nicht zu dieser Zeit. ER kommt! Pünktlich um 2.15 Uhr biegt ein großer Reisebus in die Strasse ein und hält direkt vor unserer Nase. Ein wohl gelaunter Fahrer (stand nicht unter Drogen) springt heraus und hilft unsere Koffer im Bauch des Busses zu verstauen. Drinnen begrüßt uns unsere deutsche Reiseleitung, auch Koralle-Reise-Guru genannt. In den hinteren Reihen entdecken wir unsere Mitreisenden, die müde in den Sitzen versunken sind.

Die Reise des TC Koralle nach Madeira kann beginnen.

Warum Madeira. Nach den Erfolgen der letzten Reisen, insbesondere der Gozo Reise in 2006 , an der auch einige Nichttaucher teilgenommen hatten, waren wir bei der Auswahl stark gefordert. Unser Reisespezialist Stefan Bauer (liebevoll „Reise Guru“ genannt) und ich haben uns bereits auf der BOOT in Düsseldorf Anfang 2007 bei vielen Reiseveranstaltern und Tauchbasenanbietern umgeschaut. Unser Ziel war es einen guten Mix für Taucher und nichttauchende Partner in für einen einwöchigen Aufenthalt akzeptabler Reisezeit erreichbaren und natürlich bezahlbaren Rahmen zu finden. Nach einigen Gesprächen auf der Boot und einigen „Alt“ in Düsseldorfs Altstadt (und nachdem wir uns alles noch mal durch den Kopf gingen ließen....), hat sich dann Madeira als Favorit herausgestellt. Und es sei schon mal vorweg genommen, die Wahl war goldrichtig.

Auch der Termin im Juni war gut gewählt. Zum einen gab es vielen die Möglichkeit mitzufahren und zum anderen fanden wir recht angenehme Witterungsbedingungen auf Madeira vor.

Aber nun zur Reise selbst und der ein oder anderen Begebenheit.

Nachdem uns unser Busfahrer abgesetzt hatte, fanden wir ziemlich schnell den Weg zum entsprechenden Schalter. Gepäck einchecken u.s.w. klappte alles reibungslos. Auch am Gate verlief die Handgepäckkontrolle eher unspektakulär. Lampen und diverse Fotoausrüstungen passierten den Check erschreckend einfach. Der Flug mit Condor war für den relativ günstigen Flugpreis überraschend komfortabel. Es gab Getränke und Speisen zum Nulltarif. Was die Qualität betrifft, naja , der Magen hatte Arbeit. Die Landung auf Madeira wurde uns als Highlight des Fluges angekündigt, da man(n) hier noch richtig nach alter Väter Sitte mittels Instrumenten und Sicht einfliegen und landen muss. Hinzu kommt, dass der Runway teilweise auf Stützen im Meer steht. Diese sieht man beim Anflug besser im Vorbeiflug vor der Landung. Machte manchen ein mulmiges Gefühl in Magengegend, aber angeblich sei bisher noch keiner ins Wasser gefallen.

Etwas aufregender war es dann bei der Gepäckausgabe. Einige hatten es recht schnell, bei anderen kam schon leichte Unruhe auf. Am Ende waren zwar alle Gepäckstücke in Madeira angekommen, doch Roswithas und Wolfgangs Koffer sah etwas zerfleddert aus. Nachdem der Papierkram erledigt war, ging’s dann in Taxis und Transporter zum Hotel.  

Über die einzige Autobahn der Insel, die mal grade um die 50 Kilometer lang und 25 Kilometer breit ist, fuhren wir zügig Richtung Funchal. Unser Hotel, das Ondamar,  liegt zwischen Flughafen und der Hauptstadt. Bei der Ankunft gab es die übliche Hektik bis die Zimmer vergeben, gesucht, gefunden und belegt waren. Schon hier war vielen klar, hier sind wir richtig. Schöne geräumige Zimmer mit Balkon und in den meisten Fällen mit Blick aufs Meer oder zumindest in die gepflegte Parkanlage des Hotels. Das Ressort besteht aus mehreren Hotels unterschiedlicher Standards, die aber gemeinsam Teile der Anlage nutzen. Unser gebuchtes Hotel, das Galomar, war voll und so hatten wir das Glück in die nächst höhere Kategorie aufzusteigen. Ein guter Anfang. Die Anlage selbst ist recht großzügig angelegt und liegt direkt am Meer. Wobei direkt nicht ganz stimmt. Madeira hat keine Strände. Die Hotelanlagen liegen in der Regel alle an einer Steilküste, sodass man das Meer und die Badeplattformen nur über Treppen bzw. Fahrstühle erreichen kann. Richtig gelesen. Auch bei uns ging es per Lift zum Meer und zur Tauchschule.

Innerhalb der Anlage gibt es diverse Restaurants, eine Poolanlage mit reichlich Platz zum sonnen, Hallenbad, Sauna, Fitness und Wellnessbereich. Trotz der attraktiven Erscheinung des Wellness Oberhauptes haben unsere Damen es nicht geschafft eines der Angebote wahrzunehmen. Der nicht nur von Räucherstäbchen umnebelte Guru (nicht zu verwechseln mit unserem Reise Guru-der is viel besser) hat aber allein durch sein Erscheinen im Poolbereich bei unseren Damen zur Belustigung beigetragen. Unsere Nichttaucher haben den Pool, die Sonnenliegen und natürlich die bunten Drinks an der Poolbar genossen, während die Taucher sich den harten Herausforderungen des Atlantiks gestellt haben.

Ach ja, Tauchen, deshalb waren wir ja eigentlich dort. Die Tauchbasis Manta Diving Center unter der Leitung von Stefan Maier liegt praktisch unter dem Hotel und wird, wie gesagt mit dem Aufzug erreicht. Sie bietet alles was der Sporttaucher so braucht. Büro, Schulungsraum, sehr gepflegtes Equipment, Kompressor und Nitroxanlage vom Feinsten. Getaucht wird mit 12 l Stahlflaschen mit Luft oder 32er Nitrox Mischung. Der Raum für die eigene Ausrüstung ist in den Berg eingearbeitet und hat auch ein wenig das Ambiente einer Höhle, nass, schummrig und kalt. Trocknen tut hier eigentlich eher nichts, ist aber auch egal wenn man eh laufend im Wasser ist. Kurse gem. CMAS werden angeboten. 5 von uns haben gleich mal einen Nitrox Kurs belegt- Safety first- Selbstständiges Tauchen ist gerne gesehen, man sollte sich aber auch ruhig bei den ersten Tauchgängen guiden lassen. Kostet nicht extra und man gewinnt einen ersten Überblick. Getaucht wird überwiegend von Land . Von den Badeplattformen aus geht es per Leiter oder Sprung an drei Stellen ins Wasser. Alles direkt vor der Haustür. Unterwasser gibt es atlantische Felsformationen. Auf den ersten Blick etwas enttäuschend, viel Landschaft wenig Fisch, zumindest kein Großfisch, den man eigentlich im Atlantik erwartet. Auf den zweiten Blick und der kann manchmal entscheidend sein (nicht nur beim Tauchen) entpuppt sich das Stein-und Felsgewirr als Heimstadt für allerlei Kleingetier und natürlich Fische. Herausragendes Erlebnis waren die Rochen. Da wo die Felsen enden, kleine Unterwasserbuchten bilden, beginnt der feiner Sandgrund und da liegen sie zu Hauf: schwangere Rochen. Teilweise bis zu den Augen im Sand vergraben suchen sie hier die wohl nötige Ruhe. Die Fluchtdistanz liegt bei ungefähr 2 Metern, manche sind schon taucherresistent und lassen einen bis auf Makroentfernung heran. Wird es ihnen zuviel steigen sie wie Phönix aus der Asche aus ihrem Sandbett auf und entschweben sanft. Es sind Dutzende von Tieren und keiner von uns hatte so etwas schon mal gesehen. Ein echtes Naturschauspiel. Nach dem X ten Tauchgang wird dies dann jedoch auch schon zur Gewohnheit („ach die schon wieder...“), aber da gibt es ja dann auch noch die Grotte. Es geht 20 vielleicht 30 Meter in den Fels hinein. Am Eingang Scheunentor groß, nach hinten wird es flacher und am Ende gibt es einen kleinen Dom in dem man auftauchen und auch atmen kann. Das interessante an dieser Grotte, manche nennen es auch Höhle, ist ein bestimmter Besucher. Harry und Christoph hatten hier ihre Begegnung mit der unheimlichen Art. Sie wurden von etwas Großem bedrängt und praktisch an die Wand gedrückt. Im Schein der Lampen haben sie eine Robbe ausgemacht, die scheinbar unendlich groß erschien. Man stelle sich den Schreck vor, in völliger Dunkelheit plötzlich von irgendwas „angegriffen“ zu werden. Tatsächlich soll eine sehr große (angeblich 3 Meter lang) weibliche Robbe den Dom als Ruheplatz benutzen. Normalerweise sieht man sie dann von unten an der Wasseroberfläche dösen, dann sollte man nicht auftauchen. Offensichtlich kamen unsere beiden Freunde der Dame in die Quere als sie auf ihren Platz wollte oder grade ihr Nickerchen beendet hatte. Egal, sicher ein unvergessliches Erlebnis. Alle Versuche der anderen Taucher die Robbe auch zu Gesicht zu bekommen sind danach allerdings kläglich gescheitert. Zur Abwechslung ging es auch mal mit dem Boot an unterschiedliche Plätze westlich und östlich der Basis. Hier ist ein Platz gegenüber des Flughafens erwähnenswert. Eine Felsformation, die bis in eine Tiefe von 40 m abfällt und an deren unterem Ende schwarze Korallen zu bewundern sind. An einem anderen Platz, direkt vor Funchal gelegen, gibt es ein Wrack (chen). In 36 m Tiefe, es geht im freien Fall hinab (geil.. Verzeihung) ins grüne Wasser und dann ist es plötzlich da. Ein etwas armes Gerippe, immerhin noch mit Schraube, man erkennt: es war mal ein Boot. Ganz nett, leider verkraftet das Wrack keine 10 Taucher gleichzeitig. Schnell wird alles aufgewirbelt und die Szene verschwindet in gespenstischem Dunkel. Interessant ist, dass Stefan (also der von der Basis) das Boot Zentimetergenau über dem Wrack parkte und alles ohne Navi, GPS oder sonstigem Schnickschnack, nur mit einer Kreuzpeilung nach Funchal....Bemerkenswert! Auch die Fahrt im offenen Aluboot hatte was Besonderes. Bei leichter Dünung und entsprechendem Speed, blieb hier nichts trocken und mancher hatte die Stöße abends noch im Rücken....aber schön war’s...und der Stefan hatte seinen Spaß.

Das Gewässer um Funchal ist es auf jeden Fall wert betaucht zu werden, wen man die richtige Einstellung mitbringt und einfach Spaß am Tauchen hat. Die Tauchgebiete sind einfach zu betauchen, wenngleich es in den meisten Fällen immer tief geht und so manche Nullzeit, na sagen wir mal etwas korrigiert werden musste. Wer nicht die Farben von Ägypten erwartet und Freude und Blick für die kleinen Sachen und das etwas Andere hat, der hat auch in Madeira viel Spaß und Befriedigung bei den Tauchgängen erfahren. Die Anzahl der von uns gemachten Tauchgänge (157) beweist glaube ich, dass es den Meisten gut gefallen hat.  Zum taucherischen Wohlfühlpaket gehört die sehr gute Betreuung durch die Tauchbasis. Das Team war immer für uns da, hatte auf jede Frage eine Antwort und hat uns bei allen organisatorischen Dingen wie Ausflügen, Auto oder Motorradmiete gut beraten.

So war denn auch der einzige Punkt der einer Verbesserung bedürfte die Art der Bezahlung. Bei der Abrechnung am Ende fallen wir in tiefstes finanztechnisches Mittelalter zurück. Wir, die es gewohnt sind nur mit unserem guten Namen (und der Zimmernummer) zu bezahlen, sollen plötzlich mit richtigem Geld umgehen. Wir wussten es vorher, wollten es aber nicht wahrhaben. So begann am Zahltag der Run auf den einzigen Geldautomat im Hotel. Dessen Limit lag bei 200 Euro, aber auch nicht lange, denn nachdem selbst sein Vorrat an 5 Euroscheinen verbraucht war, war er schlicht und ergreifend leer. Mittlerweile hatten unsere Youngsters im Ort einen 2. Automat ausgemacht, der noch genügend Reserven hatte. An dem Abend hätte die Basis wahrscheinlich mit Euroscheinen tapeziert werden können. Aber auch so was trägt zum Erlebten bei und vielleicht ist es ja manchmal das etwas Andere was es liebenwert macht.

Genug zum Tauchen, den Madeira hat auch noch eine Seite über Wasser und die ist eine echte Butterseite. Die meisten Touristen kommen nur deshalb aufs Eiland. Schon morgens beim Frühstück trifft man die Spezies von Mensch, die Wald und Wanderwege mit spitzen Stöcken belüften, bekleidet sind mit der letzten Kollektion von Jack Wolfskin & Co. . Wanderer der mittleren und gehobenen Alterklasse haben die gesamte Insel erobert. Und das zu Recht. Die Insel besteht im Prinzip nur aus Bergen durchzogen von Tälern, überzogen mit Wald, geschmückt mit Blumen und kleinen Ortschaften. In den Bergen haben die Bewohner während der Besiedlung der Insel Kanäle gebaut, um aus den regenreichen Bergen das Wasser zum Zwecke der Bewässerung an die richtigen Stellen zu befördern. Diese Kanäle heißen Levadas und sind einzigartig. Sie bilden gleichzeitig die Basis für ein wirklich wunderschönes Netz von  Wanderwegen verschiedener Schwierigkeitsgrade. Vom gemütlichen Waldweg bis zum fußbreiten Steg entlang einer steil abfallenden Bergwand, hindurch durch dunkle kaum mannshohe in den Fels geschlagene Tunnel geht es meist entlang der plätschernden Levadas. Einige von uns haben solche Wanderungen gemacht und waren sehr begeistert. Wandern ist eben nicht nur was für den dritten Lebensabschnitt. Auch für uns die wir mehr zu den Actionsportarten neigen, ist so eine Wanderung eine Streicheleinheit für die Seele.

Wer die Insel besser kennen lernen will, muss mobil sein. Es gibt zwar ein ganz gutes Netz öffentlicher Busse, aber ein Mietwagen oder Motorrad bieten da mehr Unabhängigkeit und einen ganz anderen Aktionsradius. Mich persönlich hat es mehr zum Motorrad gezogen und wer hierzu eine gewisse Neigung hat dem sei dies unbedingt zu empfehlen. Wir haben 700 km auf der kleinen Insel zurückgelegt und bei weitem nicht jede Gasse befahren. Es geht auf und ab und außer auf der Autobahn gibt es spätesten alle 50 Meter eine Kurve. Das Ganze gespickt mit unglaublichen Steigungs- und Gefällstrecken. So steil, dass mich der Vermieter meines Bikes „made in Germany“ darauf hinwies möglichst viel mit dem Motor zu bremsen, da selbst das Qualitätsprodukt aus Bayern zur Ermüdung der Bremsanlage neige. Serpentinen, dagegen sind die Passtrassen in den Alpen müde Sonntagsstrecken. Aber immer schön vorsichtig, denn hinter jeder Ecke kann ein LKW die schmale Straße verstopfen oder kurz vorher ein Steinschlag die Fahrbahn getroffen haben. Auf der rauen Nordseite, die mit ihrer Steilküste und bizarren Felsformationen allein schon ein Genuss ist kann man noch Teile der alten Küstenstrasse befahren. Hier stürzen kleine Wasserfälle aus großer Höhe direkt auf die Fahrbahn. So mancher Einheimische kommt hierher zum Carwash und so mancher Tourist ist wahrscheinlich schon unfreiwillig gewaschen worden. Der Erlebniswert mit dem Motorrad ist riesig, weil man viel sieht, das Land mit allen Sinnen genießen kann.

Die Insel ist wirklich eine Blumeninsel überall am Straßenrand und in den Gärten blüht es. Pflanzen und Blumen, die wir zu Hause für teures Geld kaufen müssen und mit Mühe und Not am Leben erhalten gedeihen hier in einer Pracht und in Dimensionen, die traumhaft sind.

Hoch in den Bergen, es geht hinauf bis über 1800 Meter, wird es weniger bunt, aber nicht weniger schön. Von den Gipfeln herunter hat man einen beeindruckenden Blick hinab aufs Meer oder von oben auf die Wolkendecke was nicht weniger interessant ist.

Wieder unten an der Küste findet man den ein oder anderen größeren Ort. Allen voran die Inselhauptstadt Funchal . Von der Einkaufspassage über ruhige Ecken und Gässchen bis hin zum liebevoll angelegten Park gibt es hier alles was das Touriherz begehrt. Vom Hafen aus fahren Ausflugsboote ein Stück hinaus und hoffen auf Wale und /oder Delphine. Auch wir haben eine solche Fahrt genossen und hatten tatsächlich das Glück ein paar Delphine zu sehen. Nicht nur für die Nichttaucher ein Erlebnis. Ansonsten haben diese Touren eher einen kommerziellen Charakter, aber wenn man anders nicht raus kommt, dann ist dies sicher das kleinste Übel.

Im Juni bietet Funchal eine ganz besondere Attraktion nicht nur für Touristen. An jedem Samstag im Monat präsentiert ein anderes Land ein 20 minütiges Feuerwerk mit Musikuntermalung von Klassik bis Rock abgefeuert von der Hafenmole. Die halbe Insel ist unterwegs, um diese Veranstaltung zu genießen.

Dann gab es da natürlich auch noch die Euro 2008. Auch hier wurden wir bestens mit Informationen versorgt. Zum einen gab es auf den Zimmern natürlich deutsches Fernsehprogramm und zum andern wurden innerhalb des Hotels in zwei Sälen die Fußballspiele der Europameisterschaft live übertragen. In einer (Fan) Gruppe macht Fußball eben mehr Spaß und selbst als Portugal gegen die deutsche Auswahl verlor gaben sich die Madeirenser noch als gute Gastgeber.

Insel, Hotel und Tauchbasis ergaben so eine gute Umgebung für eine Reisegruppe wie die unsere. Schließlich waren wir insgesamt 20 Personen von denen 6 Nichttaucher waren. Ob Paar, Single, männlich oder weiblich von allen hörte man nichts Negatives. Selbst der anfängliche Verdacht auf Gruppenzwang bestätigte sich nicht. Jeder konnte tun und lassen was er wollte und die Tatsache dass man sich fast wie von selbst zum gemeinsamen Abendessen traf, spricht für die Harmonie in der Gruppe.

Für den größten Teil der Gruppe ging der Aufenthalt nach einer Woche zu Ende. Der Rest blieb noch eine Woche länger, damit es sich auch richtig lohnte oder weil es eben der Jahresurlaub war.

Am Ende, ob ein- oder zweiwöchig, war es eine sehr gelungene Clubfahrt, die einen neuen Maßstab gesetzt hat. Hoppla, das mit dem neuen Maßstab war so nicht gedacht. Setzt die Planer ziemlich unter Druck. Natürlich werden wir uns bemühen auch die nächsten Clubfahrten wieder auf einem hohen Niveau was den Unterhaltungs- und Erholungswert betrifft auszurichten, aber von den Kosten her erschwinglich bleiben. Das wird uns nicht in jedem Fall gelingen und üblicherweise kann man es doch nicht jedem recht machen. Wir werden uns bemühen und ich persönlich freue mich schon wieder auf die Boot im Januar 2009 wenn ich mit unserem Reise Guru Stefan um die Stände ziehe um für euch das Ziel für 2010 auszusuchen.

Was an dieser Stelle noch bleibt ist all jenen Danke zu sagen, die dabei waren, die uns ein paar der schönsten Tage des Jahres anvertraut haben und die alle irgendwie dazu beigetragen haben, dass wir eine richtig gute Zeit verbracht haben.

Auch möchte ich mich noch im Namen aller bei Michael und Sybille bedanken, die aus persönlichen Gründen sehr kurzfristig absagen mussten. Nichts desto trotz haben wir es Michael zu verdanken, dass ER (der Bus) nachts auftauchte und uns zum Flughafen brachte.

Last but not least bedanke ich mich bei unserem Stefan. Ohne ihn, ohne seine emsiges organisieren und rum mailen wären wir in dieser Form nicht unterwegs gewesen. Von der Buchung bis hin zum Kofferanhänger war alles organisiert. Ich habe Reisen gemacht die ein Vielfaches von dem gekostet haben, aber Stefans Fullservice ist unschlagbar. Danke von allen und ich glaube wir alle hoffen, dass Stefan noch lange Spaß daran hat für uns so tolle Reisen zu organisieren.

Ach noch was.....Igluzelturlaub war auch nicht schlecht. Alles zu seiner Zeit  

Euer Winni